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TIEFBAU
Auswahl von diversen Projekten:

- Unterinntaltrasse Hauptbaulos H2-2 Radfeld
- Unterinntaltrasse Hauptbaulos H8 Jenbach
- Unterinntaltrasse Hauptbaulos H4-3 Stans
- Unterinntaltrasse Hauptbaulos H6 Terfens
- PF10 Voreinschnittstunnel Flirsch mit Ankerwand
- B178 Unterflurtrasse Bruckhäusl
- A12 Inntalautobahn Tunnel Amras

BRENNER EISENBAHN UNTERINNTALBAHN H2-2 RADFELD

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Die Brenner-Eisenbahn-Gesellschaft kurz BEG ist eine Tochter der ÖBB. Sie errichtet die Unterintallbahn als 2-gleisige Eisenbahnstrecke weitestgehend untertage. Unser Ingenieurbüro bearbeitet in der Planungsgemeinschaft PGOB (Geoconsult, B+O) die offenen Bauweisen der Hauptbaulose H2-2 Radfeld, H8 Jenbach, H4-3 Stans und H6 Galerie Terfens. Zur Ausführung kommen Wannenbauwerke, Kastenquerschnitte und Gewölbequerschnitte.


Hauptbaumaßnahme H2-2
Radfeld Mitte

Allgemeine Beschreibung

Das Baulos H2-2 Radfeld Mitte liegt im Gemeindegebiet von Radfeld zwischen dem Maukenbach im Osten und der Felsflanke des Inntales nahe des Stadtgebietes von Rattenberg im Westen. Die Gesamtlänge beträgt 2.390m. Im Osten beginnend wird eine Grundwasserwanne (Übergang freie Strecke zum unterirdischen Tunnelbauwerk) für zwei zusätzliche Gleise, von der ÖBB-Bestandsstrecke abgehend, errichtet, welche die Strecke nach 790m Richtung Westen in einen in offener Bauweise herzustellenden Tunnel führt. Dieser Tunnel schließt nach einer Unterfahrung der B171 an der südlichen Felsflanke des Inntales an das bestehende Tunnelbauwerk des Bauloses H2-1 an. Weiters werden drei Rettungsschächte und eine Zufahrtsrampe im Abstand von ca. 500m gebaut, welche als Bestandteil des erforderlichen Tunnelsicherheitskonzeptes erforderlich sind. Zur Erschließung und Bauabwicklung wird entlang der Neubaustrecke eine temporäre Baustraße mit Überführung der B171 errichtet, das Baufeld mittels Humusmieten und Staubschutzzäunen abgegrenzt und die Landesstraße B171 zwischenzeitlich verlegt. Die Herstellung des Tunnels, der Grundwasserwanne, der Rettungsschächte und der Zufahrtsrampe erfolgt in offener Bauweise. Das heißt, es werden nach Herstellung von dichten Baugruben und erfolgtem Lenzen (Abpumpen des eingeschlossenen Grundwassers) die genannten Betonbauwerke errichtet. Nach erfolgter Herstellung mit Abdichtung erfolgt die Hinterfüllung bzw. Überschüttung der Bauwerke bevor die Rekultivierung der wieder zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen durchgeführt wird.


Technische Beschreibung

Die Trasse liegt im gesamten Abschnitt Radfeld im Lockermaterial, das sich im Wesentlichen aus weitgestuften Kiesen der Innschotterfazies zusammensetzt wobei diese an der Oberfläche mit einer bis zu mehrere Meter mächtigen Schicht aus Ausanden überlagert sind. Der Grundwasserspiegel befindet sich nur wenige Meter unter der Geländeoberfläche. Die Mächtigkeit des Aquifers reicht sehr tief. Nur im Westen des Bauloses sind grundwasserstauende Schichten in technisch erreichbaren Tiefen zu erwarten. Aufgrund der vorherrschenden Verhältnisse müssen dichte Baugruben hergestellt werden. Die maximale Leckwassermenge darf dabei 5 l/s je 1000 m2 der benetzten Verbaufläche nicht überschreiten. Das Bauwerk wird in Ortbeton in Regelblöcken von 10 Metern Länge hergestellt. In einem ersten Schritt ist die Sohle auf einer Sauberkeitsschicht herzustellen um im zweiten Schritt die Wannenwände bzw.das Tunnelgewölbe herzustellen. Das Tunnelbauwerk wird zusätzlich zur wasserdichten Betonschale („Weisse Wanne“) mit einer aussenliegenden Abdichtung versehen. Im Abstand von ca. 500 m werden Rettungsschächte bzw. eine Rettungszufahrt errichtet.


Eckdaten

> Grundwasserwanne Radfeld: 790m
> Tunnelbauwerk in Offener Bauweise: 1.600m
> Zufahrtsrampe: 130m
> Aushub gesamt: ca. 400.000 m3
> Betoneinbau: ca. 85.000 m3
> Baubeginn: April 2008
> Bauende: September 2011

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